Hund und Katz
Hallo,
bin mir nicht ganz sicher wohin dieser Beitrag gehört - ob ins Hunde- oder ins Katzenforum. Werde ihn mal hier einstellen.
Meinen Labrador David, 3,5 Jahre alt kennen ja einige hier schon. Dazu kommen noch ein Kater "Titus" von der Tierhilfe und eine Siamkatze mit Namen "Fanny".
Die Siamkatze haben wir schon 7 Jahre, sie war also schon da, als David bei uns einzog. Titus kam dann im Mai 2009 dazu. Da war er ungefähr 1 Jahr alt und bereits kastriert.
Die Saimkatze hat David nie wirklich interessiert und wenn überhaupt, dann nur am Rande. Umgekehrt ist es genauso.
Anders Titus. Der Kater kommt aus einem Haus, in dem er mit 15 anderen Katzen und 5 oder 6 Hunden lebte. Er kennt also Hunde und war vom ersten Tag an total unerschrocken unserem Hund gegenüber.
Nun zu meinem Problem: Von Zeit zu Zeit scheint Titus im Hals/Schulterbereich einen sehr - wie soll ich sagen - verlockenden Geruch zu haben. Jedenfalls wird er dann von David verfolgt, der ganz erregt ist. Das kann man an der Haltung der Rute, der Körperspannung, der Art wie er dem Kater nachläuft und seinem aufgeregten Hecheln erkennen. Und er schleckt Titus immer im Hals/Schulterbereich, eigentlich nur auf einer Seite wie besessen ab. Allerdings versucht er nicht aufzureiten oder so. Also schliesse ich sexuelle Motive aus Er bleibt immer vorne an der Schulter und versucht sogar, wenn sich der Kater dann an die Wand drückt oder hinlegt um ihn loszuwerden, mit seiner Pfote die Katze umzudrehen um wieder auf der "leckeren" Seite an die Schulter zu kommen. Aktuell ging das jetzt die letzten beiden Tage so und Titus hatte eine ganz verzwirlte Stelle, dort wo David ständig schleckte. Teilweise habe ich den Hund in seine Box gesperrt um dem Kater etwas Ruhe zu verschaffen. Er horcht zwar auch auf ein "Aus" - aber das dauert nicht lang und er ist dann wieder hinter dem Kater her. Dem macht diese Schleckerei scheint es gar nicht so viel aus. Der bleibt dabei ganz gelassen und wehrt den Hund so gut wie nicht ab. Er flieht auch nicht. Bräuchte ja nur nach oben auf irgendwelche Möbelstücke oder seinen Kratzbaum zu springen. Dann hätte er Ruhe. Wenn er dann zu stark bedrängt wird, weil David ihn am Weggehen hindert, indem er ihn mit einer Pfote regelrecht zu Boden drückt um ihn weiterschlecken zu können, dann drückt er sich mal an die Wand oder legt sich so hin, dass der Hund nicht mehr an diese Stelle kommt. Das ist aber auch schon alles.
Dieses Verhalten zeigt David nur bei Titus. Und das eben auch nicht immer. Gott sei Dank!!! Der Kater scheint nur ab und zu diesen Geruch an sich zu haben und auch zeitlich begrenzt. Seit heute benimmt sich der Hund wieder normal und läßt den Kater in Ruhe. Montag bis Mittwoch waren wieder schrecklich.
Ich habe auch schon an Titus gerochen - aber ich rieche nichts. Dachte mir halt, wenn das so intensiv ist, wie mir David das anzeigt müßte ich doch vielleicht auch was riechen.
Titus ist Freigänger und auch schon mal eine Nacht fort. Klar könnte er sich da irgendwo aufhalten oder wälzen, was so toll riecht - für den Hund. Allerdings würde ja dann die ganze Katze riechen und nicht nur irgendwas um eine Schulter auf einer Seite. Aber dieses Verhalten von seiten des Hundes tritt auch dann auf, wenn Titus ein, zwei Tage gar nicht draussen war.
Meine Frage: Kann das was mit diesen Duftdrüsen, die Katzen ja bekanntlich haben und mit denen sie beim Schmeicheln auch "ihren" Menschen durch Reiben markieren zu tun haben? Wo sitzen die denn genau? Doch wohl eher vorne, da die Katzen ja mit dem Kopf anfangen sich an Menschen oder auch Gegenständen zu reiben. Oder gibt es da noch was anderes?
Hoffe auf eine Lösung des Rätsels.
Es grüßt Euch
Christine
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